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Garten in Rostock
Garten im Wandel

Schrebergarten in Rostock, Kleingarten am Stadtrand von Rostock
Gartenumgestaltung, von der Partyparzelle zur grünen Oase

Garten im Wandel

Im März 2006 übernahmen wir den Garten von den Vorgängern. Damals sah er so aus: Der Garten zu Beginn Viel Arbeit aber auch viel Gestaltungsspielraum, Nahezu leerer Garten im Winter.


Umgestaltungsmaßnahmen und Beobachtungen

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Gartenplan

Nach weiterer Umgestaltung und umpfangreicher Staudenbepflanzung wurde 2012 ein GartenplanSkalierbarer Gartenplan als Grundlage detaillierter Pflanzpläne der Staudenbeete erstellt. Es war (wie immer) schwieriger als erwartet, den Garten mit dem Bandmaß aufzumessen, da es kaum Parallelen gibt und die Parzelle nur einen rechten Winkel bildet.


Der Garten durch das Jahr


Naturnähe

Im Frühjahr 2013 bewarben wir uns um die Teilnahme am Wettbewerb "Naturnaher Kleingarten", der alle zwei Jahre unter Rostocks 16000 Kleingärten ausgeschrieben wird. Eine fünfköpfige Kommission arbeitete bei ihren Begehungen im Sommer einen seitenlangen Kriterienkatalog ab.

Mehr zur Naturnähe

Unser Garten konnte unter den Mitbewerbern den ersten Platz belegen.

Allgemeines
Ein naturnaher Kleingarten ist in Bewirtschaftung und in der Staudenbepflanzung nachhaltig.

Nachhaltige Staudenbepflanzung:
In einer nachhaltigen Staudenbepflanzung werden heimische Arten und Wildformen bevorzugt.
Das Ziel ist dabei, spezialisierten Wildbienen und Faltern Nahrung anzubieten. Sollen die oft auch bedrohten Insekten angelockt werden, müssen sie allerdings in der Umgebung noch existieren. Aus dem Nichts kommen sie leider nicht.

Wildformen sind züchterisch nicht bearbeitet. (Gefüllte Sorten sind beispielsweise weniger nektarreich.) Wildformen sind im Vergleich zu Sorten weniger empfindlich gegenüber Witterungsextreme und müssen am richtigen Standort nicht gegossen werden. Sie sind im günstisten Fall mit an natürlichen Standorten vorkommenden Sippen genetisch vergleichbar. Das ist bei Pflanzen vom Pflanzenmarkt nicht gesichert. Natürliche Vorkommen sollen bei eventueller Hybridisierung nicht geschwächt werden. Auf keinen Fall dürfen Pflanzen in der Natur ausgepflanzt werden. Eine Ansalbung zur Bereicherung der Natur ist in jedem Fall negativ zu bewerten. Anders verhällt es sich bei einer Erhaltungszucht im Rahmen eines wissenschaftlichen Programms. Bei der werden Planzen oder Samen von bestehenden Sippen entnommen und kontrolliert vermehrt. Später werden die Pflanzen zu natürlich vorkommenden anderen Sippen gleicher Art gesetzt. Damit sollen diese wieder eine überlebensfähige Populatuonsgröße erlangen, denn isolierte Sippen in weit auseinanderliegenden Habitaten können sich nicht mehr genetisch austauschen und es kommt zu Inzuchterscheinungen.

Koniferen und invasive Neophyten müssen raus. Stauden werden standortgerecht in natürlich gewachsene Räume integriert, oder es werden Räume geschaffen, die sich natürlich entwickeln können. Bei den späteren Pflegemaßnahmen wird kein Ausrottungskampf gegen das im Garten heimische geführt. Heimische Wildkräuter werden in Grenzen toleriert. Im Sinne des Naturschutzes gelten als heimisch indigene Arten und Archäophyten. Allerdings gibt es auch allerlei Neophyten, die sich in Mitteleuropa etabliert haben, wie Winterlinge und Schneeglöckchen.
Soweit die Theorie.
Unser Ansatz
Wir beziehen bei unseren Ansiedlungsbemühungen den Begriff heimisch allgemein auf in Mitteleuropa vorkommende indigene Arten und Archäophyten. Da wir kein Naturschutzgebiet betreiben und die Naturnähe nicht dogmatisch sehen, dürfen wir uns auch an zahlreichen Stauden aus Südosteuropa, Asien und der neuen Welt erfreuen. Dazu zählen insbesondere mediterrane Kräuter, Astern, Phloxe, Silberkerzen, Rodgersia und Ligularia. Die Staudenbeete sind größtenteils habschattig bis vollschattig und der Boden ist in Grabennähe feucht, ein idealer Standort für letztgenannte.
Graben
Der Graben gehört nicht mehr zur Gartenparzelle, grenzt aber ohne Zaun. Die Pflanzungen längs der Grabenkante setzen den natürlichen Bewuchs der Böschungen fort. Zum vorherrschenden Giersch habe ich in oder an die Böschungen durchsetzungsstarke heimische Stauden gesetzt: Mädesüß, Wasserdost, Iris sibirica, Beinwell, Süßdolde, Sumpfdotterblume, Blutweiderich und Baldrian. Die Kohldistel (Cirsium oleraceum) und die Große Brennnessel haben sich selbständig angesiedelt. Das sind Arten, die auch natürlich an Gräben wachsen. Eine solcher Pflanzengesellschaft wird als Mädesüß-Hochstaudenflur (Filipendulion) bezeichnet. Der dichte Bewuchs verzögert eine Verbuschung. Trotzdem scheide ich regelmäßig Strauchtriebe und junge Bäume raus.
Es muss damit gerechnet werden, dass die Wasserbehörde mit der Motorsense zum Mähen anrückt, was aber bislang nur letzten Spätherbst stattfand. Eine seltene Mahd wird vermutlich Giersch und Quecke begünstigen.
Bärlauch hat sich ausgebreitet kann mittlerweile in großerem Umpfang geerntet werden.
Längs des Grabens ist tatsächlich ein natürlich gewachsener naturnaher Raum entstanden.

Es wird von den Winterlingen eingeleitet bis Mitte November durchgeblüht. Damit nicht alles zwischen Mai und Juli blüht, haben wir gezielt früh- und spätblühende Arten angesiedelt.
Der Boden ist ganzjährig bedeckt, im Winter mit Laub.
Nachhaltige Bewirtschaftung
Der Anbau von Obst und Gemüse erfolgt im Kreislauf. Grünschnitt, Hächselmaterial und Herbstlaub wird nicht abgefahren, sondern dem Boden zurückgeführt. Das erfolgt über Kompostierung in Kompostern und im Hochbeet, durch Mulchen der Gemüsebeete und in Hügelbeeten.
Das Mulchen erhöht nicht nur die Bodenfruchtbarkeit, sondern reduziert auch das Gießen, da der bedeckte Boden nicht so sehr von Sonne und Wind ausgetrocknet wird. Regenwürmer fühlen sich wohl und allein die Schlepperei von Gießkannen zum Gewächshaus wird um zwei Drittel reduziert.
Dünger und Pflanzenschutzmittel müssen für den ökologischen Landbau zugelassen sein.

Hier kann der Garten interaktiv besucht werden:




Details

  • Jörg Sedl, Fotografie im Garten, BärlauchblüteAmeise auf Bärlauchblüte
  • Ranunkel und GinsterDunklen Flockenblume (Centaurea nigra)
  • Gartebbild, Im BeetLaubfrosch auf Ligularia-Blatt
  • Jörg Sedl, Fotografie im Garten, Farn im FrühjahrFarn am Bachlauf
  • Jörg Sedl, Fotografie im Kleingarten, AzaleeAzalee
  • Jörg Sedl, Fotos vom Garten, Regentropfen auf FrauenmantelRegentropfen auf Frauenmantel
  • Jörg Sedl, Fotografie im Garten, BitterwurzBitterwurz
  • Kohlmeise am NistkastenKohlmeise am Nistkasten
  • Jörg Sedl, Fotos aus dem Garten, AnemoneBiene auf Quittenblüte
  • Dekoecke, Kissenlava, Dunit und andere ultrabasische Gesteine,Deko: Kissenlava und Dunit
  • Jörg Sedl, Fotos aus dem Garten, Biene auf AzaleenblüteBiene auf Azaleenblüte
  • Jörg Sedl, Detailfotos aus dem Garten, WaldeerbeerenWaldeerbeeren
  • Jörg Sedl, Frühling im Garten, WallnußblätterWallnußblätter
  • Detailfotos aus dem Garten, ErzengelwurzErzengelwurz
  • Jörg Sedl, Gegenlichtaufnahme, Borretsch im GegenlichtBorretsch im Gegenlicht
  • Günsel im RasenGünsel im Gegenlicht
  • Jörg Sedl, Gegenlichtaufnahme, WaldphloxWaldphlox vor Azalee
  • Hummel auf PerlhyazintheHummel auf Perlhyazinthe
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